Nationale Antidrogenstrategie
für die Zeitspanne 2005-2012

KAPITEL I
Allgemeine Rechtsgrundlagen

     Im Einklang mit den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zur Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität , hat die rumänische Regierung der Bekämpfung des Rauschgifthandels und der Rauschgiftverwendung Priorität durch koordinierte und vielseitige Maßnahmen verliehen, die im Rahmen der nationalen Antidrogenstrategie für die Zeitspanne 2003-2004 konkretisiert wurden. Die Verwirklichung des Konzepts der rumänischen Regierung auf diesem Gebiet im Zeitraum 2003-2004, wird unter anderem deutlich durch die Gründung der Nationalen Antidrogenagentur, einer Fachorganisation, die eine gewichtige Aufgabe bei der Festlegung eines einheitlichen Konzepts bezüglich der Prävention und Bekämpfung des Rauschgifthandels und der Rauschgiftverwendung hat. Der Umfang dieses Phänomens aufgrund der Entwicklung der internationalen organisierten Kriminalitätsnetze, erfordert eine neu integrierte Strategie auf nationaler und internationaler Ebene, als Reaktion auf diese Bedrohung.
     Als logische Entwicklung in diesem Prozess, wird die nationale Antidrogenstrategie für die Zeitspanne 2005-2012 den neuen Vorschriften der europäischen Strategie angepasst und legt die allgemeinen und spezifischen Ziele fest für die Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots, für die Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit und für die Weiterentwicklung eines umfassenden, integrierten Informations- und Koordinierungssystem bezüglich des Drogenphänomens.
     Die Erfahrungen bei der Umsetzung der Strategie 2003-2004, die aufgetretenen Schwierigkeiten und Funktionsstörungen, die von der Nationalen Agentur in den Evaluierungsberichten aufgearbeitet wurden, zeigen einen realistischen Beginn der Bekämpfung des Drogenphänomens und die Festlegung einiger klarer Verantwortlichkeiten für alle betroffenen Behörden auf.

I.1 PRINZIPIEN

     Die Arbeit zur Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots wird von den folgenden Prinzipien beherrscht.
     1. Das Prioritätsprinzip
     Die Prävention und die Bekämpfung des Rauschgifthandels und des Rauschgiftkonsums wird von der rumänischen Regierung als eine Priorität festgelegt.
     2. Das Kontinuitätsprinzip
     Die bisherigen Maßnahmen zur Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots werden kontinuierlich fortgesetzt und stützen sich auf die gewonnenen Erfahrungen.
     3. Das Prinzip des umfassenden, einheitlichen, vielfältigen und angemessenen Vorgehens
     Die Bekämpfungsmaßnamen bezüglich der Drogennachfragen und des Drogenangebots sollen sich im Rahmen des internationalen Konzepts zur Bekämpfung des Phänomens bewegen.
     4. Der Koordinierungsprinzip
     Eine einheitliche Problembehandlung des Drogenphänomens erfordert koordinierte Reduzierungsangebote bei der Drogennachfrage und des Drogenangebots. Sie sollen in den praktischen Programmen und Instrumenten integriert sein und die funktionellen Zuständigkeiten beachten.
     5. Das Prinzip der Zusammenarbeit
     Die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels und Drogenkonsums stützt sich auf der interinstitutionellen Zusammenarbeit, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene.
     6. Das Prinzip betreffs der Bindung an Gesetze
     Alle Tätigkeiten bezüglich der Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots werden unter Beachtung der Vorschriften der Verfassung und der nationalen Gesetzgebung und auch der spezifischen Verpflichtungen aus internationalen Abkommen, bei denen Rumänien Partner ist, durchgeführt.
     7. Das Prinzip der Vertraulichkeit
     Die persönlichen Daten der Drogenverbraucher sind vertraulich.
     8. Das Prinzip der Gegenseitigkeit und Transparenz
     Diese Strategie wird unter Teilnahme der zivilen Gesellschaft, neben den Regierungsbehörden hinsichtlich der Realisierung der Ziele, öffentlich gemacht und eingeführt.

I.2. AUFFASSUNG UND ZWECK DER STRATEGIE

     Auffassung
     Am Ende der Zeitspanne 2005-2012 soll in Rumänien ein integriertes System funktionieren, gebildet aus Instituten und Diensten, das die Reduzierung der Drogenabhängigkeit in der Bevölkerung, die medizinische, psychologische und soziale Betreuung der Drogenverbraucher und die Steigerung der Effektivität der Präventions- und Bekämpfungsarbeit gegen illegale Drogenproduktion und den Drogenhandels sichert.
     Zweck
     Der Zweck dieser Strategie ist die Bewahrung eines niedrigen Niveaus des Drogenverbrauchs in der Bevölkerung in der ersten Stufe (2-4 Jahre) und die Reduzierung neuer Verbraucherfälle in der zweiten Stufe. Gleichzeitig soll die Rauschgiftkriminalität reduziert werden.

KAPITEL II
Reduzierung der Nachfrage

     Eines der heutigen Probleme der rumänischen Gesellschaft ist das Wachstum der Drogennachfrage in der Bevölkerung und insbesondere bei den Jugendlichen. Die Ausbreitung des Phänomens des Drogenverbrauchs in der Hauptstadt und in den großen Städten hat durch ihre Häufigkeit und ihren Ernst zu nehmende Entwicklung die Öffentlichkeit überrascht.
     Nach ersten Studien aus dem Jahr 2003 beträgt die Anzahl der Heroinverbraucher in Bukarest ungefähr 24 000 Personen , das bedeutet 1% der Stadtbevölkerung.
     Nach einer nationalen Untersuchung über den Tabak- und Alkoholgenuss und den illegalen Drogengebrauchs bei 16jährigen Schülern ("ESPAD 2003") überwiegt es der Tabakgebrauchs mit 64%. Gleichzeitig haben 80% dieses Personenkreises schon mindestens einmal Alkohol getrunken. Verglichen mit dem Jahr 1999 hat sich der Amfetaminenverbrauch verdoppelt und der Ecstasyverbrauch verdreifacht.
     Sehr beunruhigend ist der Heroinverbrauch durch Spritzen, der dramatische Folgen längerfristig auf die öffentliche Gesundheit haben wird ( die Vermehrung der HIV/AIDS Fälle, der Hepatitis A, B, C, der Tuberkulose) und bezüglich des Anstiegs der Kriminalitätsrate neben dem illegalen Drogenverbrauch .
     Auf Grund der gesammelten Erfahrungen während der Implementierung der nationalen Antidrogenstrategie in der Zeitspanne 2003-2004 und unter Beachtung der Empfehlungen der EU, die neue Strategie zur Reduzierung der Drogennachfrage begründet die Entwicklung eines integrierten Systems, gebildet aus Instituten und Dienste, die spezialisiert auf diesem Gebiet sind. Dieses wird zur Reduzierung des Drogenverbrauchs in der Bevölkerung, insbesondere in den Gruppen mit hohem Risikoverbrauch, zur Reduzierung der Drogenprobleme, zur medizinischen, psychologischen und sozialen Absicherung der Drogenverbraucher und zu deren Resozialisierung beitragen.
     Das medizinische, psychologische und soziale Betreuungssystem, das auf nationalem Niveau entwickelt wird, hat drei Ebenen, einschließlich des ambulatorischen, medizinischen Betreuungssystems und des Krankenhaussystems und die psychologischen und sozialen Dienste. Das System wird öffentliche, private oder gemischte Komponenten einschließen und von der Nationalen Antidrogenagentur koordiniert und monitorisiert werden, gemäß der Qualitätsstandards.
     Die erste Stufe des Systems beinhaltet die Identifizierung, die Anwerbung und die Anleitung der Drogenverbraucher zu spezialisierten Diensten, die Behandlung der wichtigsten sozialen und medizinischen Erfordernissen der Drogenverbraucher und die nötige Koordinierung mit den Ressourcen der zweiten und dritten Stufe.
     Die zweite Stufe ist aus zwei spezielle Einheiten gebildet: aus dem öffentlichen Gesundheitssystem und aus den Präventions-Evaluierungs- und Antidrogenberatungszentren. Sie sichert die spezialisierte Assistenz, die Monitorisierung und die Anleitung zur dritten Stufe und auch die nötige Koordinierung zwischen allen Eingriffsstufen.
     Die dritte Stufe sichert die soziale Einstellung durch spezifische Eingriffe und sehr spezialisierte Dienste, die die zweite Stufe unterstützt. Die Qualität der Dienste zur Reduzierung der Risikos, die mit dem Drogenverbrauch verbunden sind, und die medizinischen, psychologischen und sozialen Assistenzdienste werden durch Bildungs- Dokumentierungs-und Forschungsprogramme verbessert, die vom Nationalen Zentrum fur Bildung, Dokumentierung und Forschung im Rahmen der Drogenabhängigkeit aus der Nationalen Antidrogenagentur entwickelt werden.

     Allgemeines Ziel
     Die Erhaltung eines niedrigen Niveau des illegalen Drogenverbrauchs und die korrelative Reduzierung des Alkohol- und Tabakverbrauchs in der Bevölkerung, durch die Verstärkung der Präventionsmaßnahmen und durch die Entwicklung eines öffentlichen und privaten System für medizinische, psychologische und soziale Assistenz.

II.1 Prävention des Drogenverbrauchs

     Allgemeines Ziel
     Die Beteiligung der ganzen Bevölkerung, insbesondere der Kinder und Jugendlichen an den Präventionsprogrammen bezüglich des Drogenverbrauchs zwcks der Verstärkung des Einflusses der Schutzfaktoren und die Reduzierung des Einflusses der Risikofaktoren.
     A. Prävention in der Schule

    Spezifische Ziele
  • Erzieherische Entwicklung von Einstellungen und Praktiken auf der ganzen Schulbevölkerungsebene durch Schul- -und Freizeitprogramme, die den Zweck haben, einen gesunden Lebensstil, ohne Tabak, Alkohol und Drogen zu übernehmen.
  • Wachstum des Einflusses der Schutzfaktoren im kleinen Alter zur Vermeidung oder mindestens späterer Beginns des Verbrauchs von Alkohol, Tabak und Drogen.
  • Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung zur Vermeidung des experimentellen/entspannenden Drogenverbrauchs .
B. Prävention in der Familie
    Spezifische Ziele
  • Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und Motivierung der Eltern bezüglich deren aktiven, objektiven und korrelativen Verwicklung in den anderen Präventionseingriffsgebieten.
  • Angebot der Präventionsprogramme, die es den Eltern erlauben, aktiv im Präventionsverbrauch in der Familie zu werden.
  • Entwicklung von Bildungsprogrammen für die Eltern, die das Wachstum des Schutzfaktoreneinflusses und die Reduzierung der Risikofaktoren bezüglich des Drogenverbrauchs beabsichtigen.
C. Gemeinschaftsprävention
    Spezifische Ziele
  • Einführung und Umwandlung von rumänisch-lokalen Verwaltungsbehörden in öffentlich-private Partnerschaften für den Antidrogenschutz der eigenen Gemeinschaften mit der Unterstutzung der Bezirkszentren für Prävention, Evaluierung und Antidrogenberatung.
  • Anregung und Unterstützung der lokalen öffentlichen Verwaltungsbehörden, auch finanziell, durch Initiativen der NGO, die Präventionstätigkeiten des Drogenverbrauchs in der lokalen Gemeinschaften entwickeln.
  • Abwicklung und Entwicklung der Programme, die vom staatlichen Budget finanziert sind, für die Prävention des Drogenverbrauchs in den Interessengebieten, unterschiedlich durch die Verbraucheranzahl, den Vorzugverbrauch, den Berufstatutus, die Eigenschaften der Risikosgruppen, die Eigenschaften der wirtschaftlichen, touristischen Entwicklung.
  • Entwicklung und Einführung von Projekten und entsprechenden Programmen - unter Ausnutzung örtlicher Vereinigungen - zur Verstärkung der bürgerlichen, kulturellen und geistigen Erziehung, die als Alternative für ein gesundes Leben dargestellt werden nämlich Abstinenz beim Drogenverbrauch, Tabak- und Alkoholkonsum. Voraussetzung ist die Unterstützung in einer sozialen Umgebung, die die Anprangerung und die Marginalisierung der durch Drogenmissbrauch geschädigten Personen verhindert.
  • Schaffung der Möglichkeit und Anregung der Teilnahme von Medien bei der Unterstützung der Projekte, Programme und Antidrogenkampagnen durch spezifische Mitteln.
  • Entwicklung von Informationsprogrammen in der ganzen Bevölkerung, um ein tolerantes und verantwortliches Auftreten zur Reduzierung der Anprägerung und Marginalisierung der Drogenverbraucher zu erreichen.
  • Entwicklung eines integrierten und individualisierten Evaluierungs- und Monitorisierungssystem für Kinder und Jugendliche, die sich in besonderen, schwierigen Lagen befinden, im Reifenungsprozess, in der sozialen Integration, in der Erziehung und in der profesionellen Bildung .
  • Sensibilisierung, Information und Verantwortlichkeit der ganzen Medien für die Vermittlung von Fakten und Erfahrungen mit präventivem Charakter, die sich auf wissenschaftlichen Erkenntnisse abstützen.
  • Entwicklung eigener Antidrogen- Informations- und Erziehungsprogramme für die Personen, die im Wehrdienst sind und auch für andere berufliche Kategorien, die Verantwortlichkeit und öffentliches Risiko entwickeln.
  • Erweiterung der Erziehungsprogramme für die Forderung nach einem gesunden Lebensstil und für die Prävention des Drogenverbrauches durch Gefängnisinsassen.
  • Verbesserung der gesetzlichen Vorschriften für die Implementierung der Antidrogen- und Antidopingschutzmaßnahmen für Sportler.
  • Bildung und Entwicklung eines integrierten Nationalsystems, das aus speziellen Diensten für Prävention des Drogenverbrauchs gebildet werden und auch eines Nationalsystems für die fachliche Bildung und die Ausarbeitung und Bestätigung der Qualitätsstandards für Prävention.

II.2 MEDIZINISCHE, PSYCHOLOGISCHE UND SOZIALE BETREEUNG, REDUZIERUNG DER RISIKOS UND SOZIALE EINSTELLUNG

     Allgemeines Ziel
     Mit der Zunahme der Ansprechbereitschaft der Verbraucher und durch quantitative und qualitative Entwicklung der Dienste sowie durch medizinische, psychologische und soziale Maßnahmen, die integriert und individualisiert sind durch Evaluierung , Planungsklarheit, Monitorisierung und kontinuierliche Überarbeitung, wachsen die Chancen, mit Verbrauchsunterbrechung, dem Wegfall der physischen oder psychischen Abhängigkeit und der Reduzierung des Risikos von Tabakverbrauch, die als finalen Zweck die soziale Einstellung der Verbraucher haben, das gesteckte Ziel zu erreichen.
     A. Reduzierung der Risikos
     Allgemeines Ziel
     Schutz des Zugangs der Drogenverbraucher zu geeigneten Diensten zur Reduzierung des Risikos, durch die Forderung nach Entwicklung entsprechender Programme und Schutz durch geeignete Politik , in der Öffentlichkeit und auch in der Gefängnisorganisation.

    Spezifische Ziele
  • Gründung und kontinuierliche Ausgestaltung des organisatorischen Rahmens zum Schutz aller Maßnahmen bezüglich der Reduzierung der Risiken des Drogenverbrauchs (Wechsel von medizinischen - sterilisierten Ausstattungen, einschließlich Nadeln und Spritzen, psychologische Beratung und Tests, Ersatz- und Behandlungsprogramme u.s.w.) für die Verbraucher und abhängigen Verbraucher, die sich im Rahmen des Schutzsystems, außerhalb dieses Systems oder im Gefängnis befinden.
  • Entwicklung von ehrenamtlichen und beruflichen Tatigkeiten, die den Zugang zu allen Drogenverbrauchergruppen zu erlauben, zwecks der Unterstützung und der Reduzierung der sozialen Isolation.
  • Schaffung von organisatorischen Rahmen und von Bestimmungen, die für die Sicherung der epidemiologischen Wachsamkeit nötig sind.
  • Erarbeitung und Verbesserung eines Konzepts für die fachliche Ausbildung des Personals, die auf dem Gebiet der Reduzierung des Drogenverbraucherrisikos arbeiten
               B.Medizinische, psychologische und soziale Betreuung und soziale Einstellung
     Allgemeines Ziel
     Der Schutz des allgemeinen Zugangs der Drogenverbraucher und der abhängigen Verbraucher zu den integrierten, medizinischen , psychologischen und sozialen Betreuungseinrichtungen wird erreicht durch die Entwicklung von Programmen und notwendige Unterstützung durch die Politik für die allgemeine Gesellschaft, für die Verbraucher, die im Betreuungssystem aufgenommen sind, außerdem auch Gefängnisinsassen.
    Spezifische Ziele
  • Entwicklung eines integrierten Assistenzprogramms für die Verbraucher und für die abhängigen Verbraucher, mindestens auf drei Stufen, das ein Auffangnetz bietet, um den Zugang der Drogenverbraucher und die generelle Disponibilität der Dienste garantiert.
  • Entwicklung der Disponibilität der Dienste wegen der Besonderheiten in der territorialen Verbreitung und deren Anpassung an die individuellen Notwendigkeiten der Verbraucher und zum Ort (Einzelperson oder Polyverbraucher).
  • Entwicklung der nötigen Ressourcen bezüglich der Aktivierung der Verbraucher, die keinen Kontakt mit dem integrierten Assistenzsystem haben oder nicht vorbereitet sind auf die Verhaltensänderung und für die Sicherung der medizinischen und sozialen Betreuung.
  • Individualisierung der medizinischen, psychologischen und sozialen Hilfen durch umfangreiche Evaluierung und Schutz im entscheidenden Fall für die Drogenverbraucher, die im Kontakt mit den Assistenzdiensten im koordinierten Rahmen stehen.
  • Politische Entscheidungen zur Bereitstellung der notwendigen Mittel und der Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für die Entwicklung und Verstärkung der ambulatorischen Dienste (die zweite Assistenzstufe)als zentrales Element des öffentlichen Systems für medizinische, psychologische und soziale Betreuung - zur Sicherung des Zugangs aller Verbraucher zu dieser Assistenzstufe.
  • Sicherung und Implementierung des gesetzlichen Rahmens für die Entwicklung und Festlegung der spezifischen Rollen der Ressourcen der dritten Stufe, als wichtiger Bestandteil des öffentlichen Systems für medizinische, psychologische und medizinische Betreuung für die soziale Einstellung der Drogenverbraucher aus den ambulatorischen Zentren.
  • Entwicklung gesetzlicher und institutioneller Voraussetzungen, der den Zugang der Kinder und Jugendlichen zu den psychologischen, medizinischen und sozialen Drogendiensten sichert.
  • Entwicklung eines integrierten Programms für die medizinische, psychologische und soziale Assistenz, das ein Ressourcennetz bietet und den Zugang und die allgemeine Disponibilität aller Drogenverbraucher aus den Gefängnissen für eine soziale Einstellung garantiert.
  • Entwicklung und Implementierung der Standardisierung des medizinischen, psychologischen und sozialen Systems, das die Monitorisierung und Standardisierung der Prozesse erlaubt.
  • Entwicklung und Verbesserung des Rahmens für spezialisierte und kontinuierliche Fachgrundausbildung des Personals, das auf dem Gebiet der medizinischen, psychologischen und sozialen Assistenz der Drogenverbraucher arbeitet.

KAPITEL III
Reduzierung des Angebots

     Mit Beginn des Jahres 1990 haben unterschiedliche Faktoren wie geografische Lage, Öffnung der staatlichen Grenzen und nicht zuletzt die militärischen Konflikte in Irak, in Afghanistan und in ex-Yugoslawien haben bewirkt, dass unser Land ein aktives Element auf der "Balkan- Route" des Rauschgiftshandels und in den letzten Jahr ein Drogenmarkt wurde.
     Gegenwärtig ist Rumänien die wichtigste Strecke auf der zweiten "Balkan- Route" für den Drogenverkehr nach Westeuropa. Diese beginnt in der Türkei, überquert Bulgarien, Rumänien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien bis nach Deutschland und den Niederlanden. Eine andere Variante der zweiten "Balkan-Route" führt von Istanbul -Constanta - Bukarest, Richtung Ungarn.
     Der relativ unsichere Charakter der Transportwege schließt nicht andere Varianten aus, die über Rumänien führen und ihre Entdeckung hängt von dem Geschick der Behörden ab, die für die Bekämpfung des Rauschgiftshandels und des Rauschgiftverbrauchs zuständig sind.
     Aus der Kasuistik der letzten Jahren resultiert hinsichtlich der synthetischen Drogen, dass die Erweiterung einiger Routen aus dem Westen (Niederlande, Belgien, Deutschland) nach Osten ( Rumänien), aber auch vom Norden (Baltische Länder, Ukraine) für Rauschgifte wie Amfetamine, MDMA, LSD, und andere, auf dem Gebiet Rumäniens ein Markt entsteht.
     Die Studien, die bis heute gemacht wurden, zeigen, dass unseres Land ein Verkehrsgebiet ist, und nur ein Teil von der Drogenquantität bleibt in Rumänien für den Verbrauch. Gleichzeitig ist Rumänien heute ein Lagergebiet geworden, wo die Drogen, besonders die durch die südliche Grenze eingeführt werden, für verschiedene Zeitspannen gespeichert und am Ende nach Ländern mit hohem Verbrauch in Westeuropa ausgeführt werden.
     Der beschleunigte Rhythmus des Wachstums der Kriminalität bezüglich des Drogenphänomens wurde evident nach 1990 und beunruhigend nach dem Jahr 2001. Zum Beispiel: das Jahr 2003 charakterisiert sich durch ein Wachstum der Kriminalität von 13,2% im Vergleich mit dem Jahr 2002 und mit 118% Wachstum im Vergleich mit dem Jahr 2001.
     In bestimmten Zeiträumen wurden die Ergebnisse der Bekämpfung des Rauschgiftshandels und der illegalen Rauschgiftsverbraucher wegen der wiederholten Umorganisation der spezialisierten Behörden, des Fehlens von Personal mit einer entsprechenden Fachausbildung, Mangel an technischer Ausstattung und der hierzu notwendigen Fachleute nicht exakt wiedergegeben. Die Erweiterung und die konkreten Formen der Kenntnisse über das Drogenphänomen haben die Anpassung und die Modernisierung des gesetzlichen und institutionellen Rahmens initiiert, erforderliche Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung der Kontrolle dieser Kriminalitätsform.
     Dieser kontinuierliche Prozess, dessen Dynamik mit der Entwicklung der Kriminalität übereinstimmen soll, hat besondere Fortschritte nach dem Jahr 2000 gemacht, ein Jahr, dass den Beginn eines Zeitabschnitts bezüglich der Korrelation zwischen der inneren, rumänischen und der europäischen Gesetzgebung markiert hat.
     In der Gegenwart, das institutionelle System betreffs der Reduzierung des Drogenangebots manifestiert sich konkurentiell und nicht komplamentär und braucht dazu eine effiziente Koordinierung neben einer Redimensionierung der Einsatze im Vergleich mit der operativen Lage, mit der Professionalisierung der Angestellten, mit der Ausstattungsverbesserung und interinstitutioneller Zusammenarbeit, die eine entsprechende Antwort zur Entwicklung der Organisierten Drogenkriminalitat, zur Einschrankung der Kompetenzen und zur Verwaltung im Partnerschaft der informationellen Ressourcen erlauben.
     Tendenzen
     Die Haupttendenzen bezüglich der Entwicklung des Kriminalitätsphänomens im Drogenbereich sind:
     - Verstärkung und Veränderung des Phänomens hinsichtlich der grenzüberschreitenden Kriminalität
     - Ständige Veränderung der benutzten Routen und der verschiedenen Drogen, abhängig von den Anforderungen des illegalen Markts
     - Zunahme der Gesetzesübertretungen auf diesem Gebiet im ganzen Land
     - Zunahme und Veränderung der Kriminalität neben dem Drogenverbrauch
     - Unterschiedliche Möglichkeiten des schwarzen Geld, das aus den illegalen Drogenoperationen kommt, durch die Beteiligung von Experten aus dem finanziellen Gebiet und durch korrupte Angestellte der öffentlichen Verwaltung zu waschen
     - Wachstum der Drogenverbraucheranzahl, insbesondere der Amfetaminen- und Kanabisverbraucher.
     Risikofaktoren
     Die Entwicklung der Kriminalität ist stark von den Situationen, Bedingungen, inneren oder äußeren Elementen beeinflusst, die identifiziert und analysiert sein sollen, weil sie Merkzeichen für das Konzept der Phänomenbekämpfung sind.
     Die wichtigen Risikofaktoren, die das Niveau des Drogenangebots beeinflussen, sind:
     - Die geografische Lage Rumäniens an der Kreuzung den Hauptrouten, die von den internationalen Drogenhändlern benutzt werden
     - Bis zum Jahr 2007 wird Rumänien die Ostengrenze der EU sein
     - Wachstum der Emigrantenanzahl nach Rumänien und nach anderen Staaten besonders in die Mitgliedstaaten der EU
     - Entwicklung des Handelsverkehrs an den Grenzpunkten mit Folgen für der Reduzierung der Kontrollzeiten
     - Wachstum des Drogenverbrauchs, insbesondere der synthetischen Drogen
     - Verwicklung einiger Staatsbeamter mit direkter Zuständigkeit in Grenzkontrolltätigkeiten in Korruptionsfälle
     - Einbindung von Terrorismusnetzen, die am Gewinn aus illegalen Drogenhandel interessiert waren
     - Unreichende Zusammenarbeit zwischen den Behörden, die mit der Reduzierung des Drogenangebots beauftragt sind.
     Allgemeines Ziel
     Reduzierung der Drogenkriminalität durch Professionalisierung der Tätigkeit der Behörden, die für die Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität verantwortlich sind, als Ergebnis der Verbesserung und Erweiterung der inneren und internationalen Zusammenarbeit zwischen den Institutionen, der gesetzgebenden und organisatorischen Verstärkung, der fachlichen Fortbildung der Angestellten und der Sicherung der notwendigen Ressourcen.
     Spezifische Ziele
     1. Verbesserung der Reaktionkapazität der Behörden auf den illegalen Drogenhandeln und Drogenverbrauch durch:
     a. Operative Dokumentation der Gesetzesübertretungen der organisierten Schmugglergruppen, die Gesetzübertretungswege - und Verbindungen, der modus operandi, der von den Kriminellen benutzt sind.
     b. Korrelation der Bekämpfungstätigkeiten des illegalen Drogenverkehrs zu den Betreuungsmaßnahmen, die für den Verbraucher bestimmt sind.
     c. Korrelation der Bekämpfungstätigkeiten des kleinen Verkehrs zu den Präventionsmaßnahmen und Bekämpfungsmaßnahmen gegen den grenzüberschreitenden Verkehr.
     d. Entwicklung eines operativen Analysesystems der Informationen.
     2. Vereitelung der Risiken von den Behörden, die mit der Bekämpfung der illegalen Drogenverkehrs beauftragt sind
     a. Datensammlung im EDV-System, Datenmonitorisierung und Entwicklung einer strategischen Analyse
     b. Entwicklung einer wissenschaftlichen Forschungstätigkeit und für Prognosen des Drogenphänomens
     c. Entwicklung eines Systems für Risikoanalysen
     d. Einführung des Grenzmanagements nach europäischem Standards und Entwicklung einer spezifischen Antidrogentätigkeiten
     e. Qualitätsverbesserung der Zollkontrolle

     3. Optimierung der Organisation, die für die Reduzierung des Drogenangebots und deren Effizienz beauftragt sind, durch:
     a. Übernahme und Entwicklung der methodischen Vorgehensweise bei der Antidrogentätigkeitsbekämpfung und -entwicklung wie in Europa
     b. Entwicklung der Benutzung moderner Untersuchungstechnik und -mittel
     c. Erleichterung des Zugangs an die notwendigen Daten für die Erarbeitung von Methoden zur Reduzierung des Drogenangebots
     d. Beschleunigung des on-line Informationsaustausches zwischen den Behörden auf nationaler und internationaler Ebene und Realisierung des Erfahrungsaustausches
     e. Erweiterung und Verbesserung der institutionellen Zusammenarbeit

     4. Bekämpfung des internationalen Drogenverkehrs durch:

     a. Verstärkung der operativen Eingriffe für internationale Zusammenarbeit bezüglich der Identifizierung und Ausschaltung des internationalen Verkehrs, die Gesetzübertretungen im Land begangnen haben
     b. Verstärkung der Identifizierungseingriffe bei neuen Synthesendrogen und Erweiterung der inneren und äußeren institutionellen Zusammenarbeit zu diesem Zweck
     c. Teilnahme an gemeinsamen internationalen Einsätzen, die die Ausschaltung von Drogenschmugglernetzen als Zweck haben, durch Beteiligung rumänischer Experten in den gemischten Einsatzorganisationen
     d. Entwicklung internationaler Zusammenarbeit zur der Verhinderung der Drogen - und Drogenvorstoffunterschlagung, die für die illegale Herstellung aus dem rechtmäßigen Umlauf in den illegalen Verkehr verwendet werden
     e. Aktive Teilnahme von Rumänien an den interstaatlichen Eingriffen TOPAZ, PURPLE, PRISM u.s.w.

     5. Verstärkung der Maßnahmen zur Feststellung und Beschlagnahme von Gütern, die zur Begehung von Straftaten des illegalen Drogenhandels benutzt werden und der sinnvolle Gebrauch der Güter und der Erlöse, zur Unterstützung der Reduzierungstätigkeiten des Drogenangebots und der Drogennachfrage.
     6. Vorbeugung und Bekämpfung der Methoden, mit denen das Geld, das aus der Drogenkriminalität stammt, gewaschen wird. Gemeinsame Maßnahmen der Antidrogenorganisationen mit der Nationalbank Rumäniens und mit dem Nationalen Präventions - und Bekämpfungsamt für Geldwäsche.
     7. Prävention und Bekämpfung des Handels mit rauschgiftigen Stoffe, die für die illegale Herstellung von Rauschgift und psychotropischen Produkte verwendet werden können .
     8. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden und Organisationen, die mit der Bekämpfung des illegalen Drogenverkehrs - und gebrauchs beauftragt sind. Gründung eines integrierten Informationsnetzes für die Drogenkriminalität auf nationaler Ebene, durch Anwendung des Programms "Das große rumänische Antidrogenbündnis".
     9. Verbesserung der Gesetzgebung und des institutionellen Rahmens durch Anpassung an die Entwicklung der konkreten Kriminalitätsformen und bezüglich der Vorschriften des kommunitären Acquis.
     10. Modernisierung der technischen Ausstattung, die für die Drogenbekämpfungsbehörden notwendig sind.
     11. Entwicklung der notwendigen Kapazität und der Expertenfortbildung durch geeignete Programme für internationale Zusammenarbeit.

KAPITEL IV
Internationale Zusammenarbeit

     Der Beitritt in die EU bestimmt die besondere Bedeutung, die Rumänien den Beziehungen zu den Mitgliedstaaten der EU und mit den europäischen Institutionen schenkt.
     Der angestrebte Kandidatentstatus und ab 2007 der Mitgliedstatus setzen ein ständiges orientieren an den Zielen und Handlungen der EU voraus.
     Auf dem Gebiet der Drogenbekämpfung wird Rumänien aktiv an gemeinsamen Initiativen teilnehmen und eine bessere Koordinierung der eigenen Aktivitäten mit den europäischen Partnern sicherstellen, sowohl in deren Planungsphasen, als auch in der Anwendungs- und Evaluierungsphasen.
     Gleichzeitig wird Rumänien die Zusammenarbeit mit den Drogenursprungsländern und mit denen, die sich auf den internationalen Drogenverkehrsrouten befinden intensivieren, ständig bereit für globale Lösungen und effektive Aktionen gegen die Transportnetze.
     Auf nationalem Gebiet wird Rumänien die guten Beziehungen zu allen Nachbarnländern für Forderungen zur Entwicklung von Maßnahmen nutzen, die sich für eine gemeinsame und integrierte Behandlung des Phänomens eignen, sowohl im Bekämpfungsbereich des Drogenverkehrs an den Grenzen, als auch im Bereich der praktischen Übertragung von erfolgreichen Konzepten zur Prävention , der Behandlung und die soziale Eingliederung der abhängigen Menschen. Die Erfahrung Rumäniens auf dem Gebiet der institutionell-gesetzgebenden Antidrogenaktionen kann für Nachbarstaaten, die mögliche Kandidaten für einen EU-Beitritt sind, wichtig sein.
     Allgemeines Ziel
     Internationale Anerkennung Rumäniens als vertrauenswürdiger Partner mit globalen Anstrengungen zur Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots, sowohl im Rahmen der Beziehungen mit den EU-Mitgliedstaaten und deren spezialisierten Organisationen, als auch im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit den Drogenerzeugerländern, mit denen, die sich an den transnationalen Drogenrouten befinden und mit denen, die wichtige Erfahrung in der Bekämpfung dieser Geißel haben.
     Spezifische Ziele
     1. Entwicklung der Beziehungen mit den Partnern aus den EU-Mitgliedstaaten und mit den fachlichen EU-Organisationen, insbesondere durch:
     a. Übernahme und entsprechende Anwendung der Acquisvorschriften im gesetzgebenden und institutionellen Rahmen.
     b. Entwicklung der Partnerschaftsbeziehungen auf internationalem Gebiet durch die nationalen Behörden für die Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage zusammen mit den ähnlichen Organisationen in den EU-Mitgliedstaaten, betreffs eines effizienten Daten-, Informations- und Erfahrungsaustausches sowie gemeinsamer Aktionen.
     c. Aktive Teilnahme Rumäniens an Tätigkeiten, die von Institutionen der EU auf dem Präventionsgebiet, im Bekämpfungsfeld des Drogenverkehrs und des Drogengebrauchs entwickelt werden (EMCDDA/REITOX, die Pompidou-Gruppe des Europäischen Rates, EUROPOL, EUROCUSTOMS, EUROJUST u.s.w.)
     2. Verstärkung der Beziehungen mit anderen Staaten und Institutionen, die mit der Bekämpfung der Drogenkriminalität beauftragt sind, durch:
     a. Teilnahme Rumäniens an den Arbeiten der internationalen Institutionen, Organisationen und Foren, die die Bekämpfung des Drogenverkehrs- und Verbrauchs ( United Nation Office on Drugs and Crime, CND, INCB, Interpol) und die Reduzierung der negativen Folgen von Drogengebrauch (UNAIDS, WHO) als Ziel haben.
     b. Intensivierung der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit mit den Drogenerzeugerländern oder mit den Ländern, die sich auf den internationalen Drogenrouten befinden.
     c. Entwicklung von Partnerschaftsbeziehungen mit den Staaten, die relevante Erfahrung in den Gebieten betreffs der Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots haben zwecks eines gegenseitigen Erfahrungs- und know-how-austausches
     3. Mitwirkung an den internationalen Programmen bezüglich der Reduzierung der Drogennachfrage und des Drogenangebots durch:
     a. Teilnahme an den EU-Programmen betreffs der Prävention und Bekämpfung des illegalen Drogenverkehrs und -gebrauchs, der Reduzierung der Folgen des Drogenmissbrauchs, der Behandlung und/oder sozial-berufliche Resozialisierung der drogenabhängigen Personen.
     b. Teilnahme an den Drogenbekämpfungsprogrammen, die von den internationalen Organisationen oder von den Regierungs - oder Nicht- Regierungsorganisationen aus anderen Staaten durchgeführt werden.
     c. Unterstützung der Partnerschaftsteilnahme öffentlicher Behörden mit den rumänischen NGO an internationalen Projekten.
     d. Mehr aktive Mitwirkung der lokalen Gemeinschaften (durch örtliche Instituten, lokalen Behörden und Vertreter der bürgerlichen Gemeinschaft) an internationalen Projekten (Praxisaustausch, Expertenaustausch, bilaterale, regionale oder internationale Foren).

KAPITEL V
Information und Evaluierung

Im Rahmen der Arbeit der Nationalen Antidrogenagentur wurde die rumänische Beobachtungsstelle für Drogen- und Rauschgiftsucht gegründet, eine Organisationseinheit, die die rumänische Verbindung mit dem Europäischen Zentrum für Drogenmonitorisierung und Drogenabhängigkeit in Lissabon sichert und gemäß den EU-Vorgaben, die Angaben und die Bewertungskriterien des Drogenphänomens auf nationaler Ebene festlegt. Diese Feststellungen, wie die wichtigen epidemiologischen Angaben, Angebotsuntersuchungen und soziale Hintergründe sind Monitorisierungsinstrumente, die zur Entwicklung und zum Nutzen für alle EU-Mitglieds- und Kandidatenstaaten empfohlen werden. Die fünf wichtigen epidemiologischen Indikatoren sind: Behandlungsantrag, als Folge des Drogengebrauchs, Ansteckungskrankheiten wegen des Drogengebrauchs, die Bestimmung der problematischen Drogengebrauchsmuster, Todesfälle als Folge des Drogengebrauchs und Sterblichkeitsrate der Drogenverbraucher. Die sozialen und Angebotsindikatoren sind: Disponibilität und Drogenangebot auf dem illegalen Markt, Drogenpreis auf der Straße, Beschaffungskriminalität, Festnahmen und Aufbringungsanzahl und die Drogenquantität aller Drogenagenturen, sozialer Ausschluss und soziale Kosten des Drogengebrauchs.
     In der Zeit der ehemaligen Strategie fehlte eine eigenen Datensammlung, so dass entsprechende Angaben nach EU-Standard nicht gemacht werden konnten.
     Das heutige Datensammlungssystem bringt Daten und Fakten für Erkenntnisse zu Typen und Begehungsformen, die nützlich sind.
     Deshalb wird für die nächste Periode die Gründung eines eigenen Systems für die Monitorisierung des illegalen Drogenverkehrs und -gebrauchs favorisiert. Die rumänische Beobachtungsstelle für Drogen- und Rauschgiftsucht wird die Angabe aller Indikatoren für das Europäische Zentrum für Drogenmonitorisierung und Drogenabhängigkeit in Lissabon sicherstellen, eine Entwicklung, die im Jahr 2004 mit folgenden Indikatoren begonnen hat: Behandlungsantrag wegen des Drogengebrauchs, Bestimmung der Muster bezüglich des problematischen Drogengebrauchs.
     Allgemeines Ziel
     Verbesserung der Kapazität der rumänischen Beobachtungststelle für Drogen- und Rauschgiftsucht hinsichtlich der notwendigen Datensammlung und Datenentwicklung für die Aufstellung des jährlichen Nationalen Berichtes über die Drogensituation gemäß der Indikatoren, die vom Europäischen Zentrum für Drogenmonitorisierung in Lissabon empfohlen werden und bezüglich der UN- Formulare für die jährliche und zweijährige Drogenlage.
     Spezifische Ziele
     1. Monitorisierung der Drogenlage durch Gründung und Entwicklung eines Infosystems durch Verwendung spezifischer Instrumente (Indikatoren, Standardtabellen, Fragebogen) für die Realisierung einiger Datenqualitätsstandards, die Erkenntnisse bringen sollen über
     a. Den Drogengebrauch in der Bevölkerung und bei den Jugendlichen und über den problematischen Gebrauch
     b. die Anzahl und soziales Herkommen der Personen, die eine Kur als Folge des Drogenmissbrauches machen.
     c. Anzahl der Todesfälle und der Sterblichkeitsrate, als Folge des Drogengebrauchs
     d. Tendenzen der Beschaffungskriminalität
     e. Drogendisponibilität auf dem Markt


     2. Durchführung nationaler Sondierungsgespräche, in mindestens zweijährigen Abständen, bezüglich der Risikobevölkerung, des Drogenverbrauchsniveaus und deren Folgen, die von der Nationalen Antidrogenstrategie koordiniert und vom staatlichem Budget finanziert sind
     3. Realisierung unabhängiger Evaluierungen zur politischen Reaktion bezüglich der Bekämpfung des Drogenverkehrs und des illegalen Drogengebrauchs, die von den öffentlichen und privaten Institutionen/Organisationen übernommen werden durch die Monitorisierung der Eingriffe in den Gebieten der Bekämpfung des Drogengebrauchs, der integrierten Verbraucherbetreuung und Reduzierung des Drogenangebots.
     4. Steuerung der Informationen an die Institutionen/Organisationen mit Zuständigkeiten für die Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage durch Erleichterung des Informationszugangs und durch Verbindung zwischen und mit allen zu beteiligenden Behörden, zur Anpassung der politischen Reaktion an identifizierten Bedürfnissen durch:
     a. Schaffung einer Verbindung zwischen den identifizierten Bedürfnissen und den politischen Reaktionen
     b. Erstellen der notwendigen Expertise zur Gründung und/oder Entwicklung eines Datensammlungsnetzes.

KAPITEL VI
Interinstitutionelle Koordinierung

     Die entsprechende Antwort zu den sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und Sicherheitsherausforderungen wird von einer ausgeglichen Darstellung bestimmt, die in einer einheitlichen Politik ausgedrückt ist und kann nicht ohne eine Koordinierung aller Institutionen und Organisationen erreicht werden, die für die Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage und für eine Zusammenarbeit zuständig sind.
     In diesem Sinne, die Koordinierungstätigkeit setzt das Bestehen einer starken und kompetenten Koordinierungsinstitution voraus, einer einheitlichen und strategischen Vision und einiger effizienter Instrumente für deren Verwendung.
     Allgemeines Ziel
     Festlegung einer strategischen und einheitlichen Auffassung und deren Verwendung, Monitorisierung und Evaluierung der Tätigkeiten zur Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage, Sammlung, Verarbeitung und Übermittlung der Daten der Nationalen Antidrogenagentur zu den internationalen Organisationen.
     Spezifische Ziele
     1. Entwicklung einer institutionellen und operationellen Kapazität und Verstärkung der Rolle der Nationalen Antidrogenagentur als nationaler Koordinator für die Bekämpfung des illegalen Drogenverkehrs und des Drogengebrauchs.
     2. Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den gesetzlichen Behörden und sozialen Diensten, Diensten für öffentliche Gesundheitspflege und den Organisationen der zivilen Gemeinschaft.
     3. Monitorisierung der Indikatoren bezüglich deren Standardisierung im Zusammenhang mit den statistischen europäischen Indikatoren und Datenübertragung zu den internationalen Behörden für Drogenkontrolle.
     4. Entwicklung der wissenschaftlichen Forschungstätigkeit über das Drogenphänomen
     5. Monitorisierung und Evaluierung der Tätigkeiten bezüglich der Reduzierung des Drogengebrauchs und der Drogennachfrage von den Behörden, die mit der Entwicklung der Antidrogenpolitik beauftragt sind.
     6. Benachrichtigung der internationalen Organisationen über die Entwicklung des Drogenphänomens.
     7. Entwicklung und Ausarbeitung der Koordinierungs- und Monitorisierungstätigkeiten für die Programme und Projekte bezüglich der Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage und Beschaffung der Ressourcen für deren Realisierung.
     8. Sicherstellung der Vertretung auf nationaler Ebene im Zusammenhang mit dem Drogenphänomen.
     9. Verstärkung und Anwendung des Programms "Das große rumänische Antidrogenbündnis" durch die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden.
     10. Entwicklung von Forderung für die Antidrogenpolitik mit Hilfe eines modernen Kommunikationssystems.
     11. Erweiterung der Zusammenarbeit mit den Medien.

KAPITEL VII
Finanzielle Ressourcen

     Die Realisierung der strategischen Ziele hinsichtlich der Prävention und der Bekämpfung des illegalen Drogenverkehrs und Drogengebrauchs braucht eine besondere finanzielle Unterstützung, ohne sie bleibt die Erwiderung auf das Drogenphänomen - obwohl ein Konzept existiert - wirkungslos. Die Anwendung dieser Strategie verpflichtet die verantwortliche rumänische Regierung zur Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für die Durchführung der strategischen Ziele.
     Die strategische Auffassung über die Bekämpfung des Drogenphänomens benötigt eine andere Meinung über die Bereitstellung der finanziellen erforderlichen Ressourcen für deren Umsetzung
     Spezifische Ziele
     1. Feststellung der physischen und juristischen Personen, der Institutionen und internationalen Organisationen, die bereit sind, um finanziell die Prävention und die Bekämpfung des illegalen Drogenverkehrs und Drogengebrauchs zu unterstutzen ( internationale Spender).
     2. Gründung eines Vereins der nationalen Spender ( Spender bedeutet die Personen, die finanziell zur Bekämpfung der Drogenkriminalität beitragen)
     3. Beantragung der Programme mit internationaler Finanzierung, die von der EU unterstützt werden, zur Bildung des Personals mit Zuständigkeiten in Prävention und Bekämpfung des Drogenverkehrs und des illegalen Drogengebrauchs.
     4. Fondssammlung mit Hilfe von Organisationen der zivilen Gesellschaft.